Mit einem Plus an
Mobilfunk- und
DSL-Kunden hat
Vodafone das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres abgeschlossen. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, der am Donnerstag am Unternehmenssitz der britischen Muttergesellschaft vorgelegt wurde. Weniger gut lief es beim Umsatz. Er ist im Jahresvergleich weiter rückläufig.
Viele neue Vertragskunden
Laut der kommunizierten Zahlen konnte Vodafone zwischen Oktober und Dezember netto 85.000 neue SIM-Karten freischalten und kam zum Stichtag am 31. Dezember auf knapp 34,63 Millionen Mobilfunk-Kunden. Für den Konzern besonders erfreulich: das im dritten Quartal erreichte Plus von 144.000 neuen Vertragskunden. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass im gleichen Zeitraum viele ungenutzte
Prepaid-Karten deaktiviert wurden - nämlich 54.000 Stück.
Deutlich steigern konnte Vodafone auch die Zahl der angeschlossenen DSL-Kunden. Zwischen Ende September und Ende Dezember vergangenen Jahres kamen 189.000 geschaltete
DSL-Anschlüsse hinzu, sodass die Gesamtzahl auf knapp 3,71 Millionen anstieg. Rechnet man die bereits inkludierten Wholesale-Anschlüsse heraus, konnte Vodafone den Gesamtkundenbestand im dritten Quartal um 130.000 auf knapp 3,41 Millionen steigern.

Vodafone-Chef Friedrich Joussen zeigte sich mit dem
DSL-Wachstum zufrieden. "Es zeichnet sich ab, dass wir wie schon im Vorquartal jeden dritten DSL-Kunden […] überzeugen konnten. Damit bauen wir unseren Vorsprung als der führende private
DSL-Anbieter in Deutschland weiter aus."
Umsatz im Mobilfunk-Segment rückläufig
Umsatztechnisch musste Vodafone verglichen mit dem Vorjahr ein Minus von 4,3 Prozent verkraften. Statt 2,4 Milliarden Euro wurden nur 2,3 Milliarden Euro umgesetzt. Während im Mobilfunk-Geschäft 4,9 Prozent weniger umgesetzt wurden (1,65 Milliarden Euro), stiegen die Einnahmen im Festnetz-Segment um 4,1 Prozent auf 553 Millionen Euro an. Vodafone begründet den Umsatzrückgang im Mobilfunk-Geschäft unter anderem mit weniger Geschäftsreisenden und damit rückläufigen
Roaming-Einnahmen. Besser lief es im Geschäft mit dem
mobilen Internet. Mit
Datentarifen ohne
SMS- und MMS-Anteil wurden im dritten Quartal 292 Millionen Euro eingenommen - 17,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.
"Wir haben das Geschäft im schwierigen Umfeld spürbar stabilisieren können. Unser Kurs, Investitionen in die Kundengewinnung und absolute Disziplin im Kostenmanagement, zeigt erste Wirkung. Diesen Weg werden wir 2010 konsequent weiter gehen, um das Unternehmen nachhaltig wieder auf Wachstum auszurichten. Wir werden die Kosten senken, schlanker, schneller und damit effizienter werden", sagt Joussen. Das ist auch mit einem Blick auf den monatlichen Umsatz pro Kunde notwendig. Der sank im Jahresvergleich von durchschnittlich 16,20 Euro auf 15,80 Euro. Getrieben durch die Superflat-Tarife stieg die Zahl der vertelefonierten Minuten von 111 pro Kunde im Monat auf 118, also knapp zwei Stunden monatlich, an.